Hödl Kaminofen Ratgeber

Willkommen

Dieser kleine Ratgeber gibt Ihnen wertvolle allgemeine Tipps und Tricks rund um das Thema Kaminofen. Für die Montage, den Anschluss und den Betrieb Ihres Ofens beachten Sie aber bitte immer die Bedienungsanleitung des Herstellers.

Auswahl

Kaminofen, Herd

Die Abstimmung ob Speicherofen in Form eines Specksteinofen, Kaminofen mit Sandsteinverkleidung bzw. ein attraktiver Kachelofen die Auswahl ist sehr groß. Während ein Schwedenofen für die Zentralheizung, oder mit der Funktion eines Dauerbrandofen mit Verbrennungsluft Automatik bei einer langen Gluthaltung von bis zu 12 Stunden auch als alleinige Heizquelle genutzt werden kann, ist ein einfacher Stahlofen mit großem Sichtfenster eher für die Ambiente.

Der Fachhändler ihres Vertrauens ist Ihnen gerne bei der Auswahl des richtigen Ofen mit seiner fachlicher Kompetenz behilflich.

 
 

Aufstellen

Drosselklappe
Belüftung
Kaminzug

Thema Drosselklappe, bei Schornsteinen mit hohem Kaminzug kann durch den Einbau einer Drosselklappe in das Rauchrohr eine gewisse Reduzierung des Kaminzugs erzielt werden. Sprechen Sie im Einzelfall Ihren Schornsteinfeger darauf an.
Durch den Einbau eines Zugreglers Energiespar-Zugreglers der Veränderungen am Schornsteinzug ausgleicht, die zB.durch externe Witterungsbedingungen entstehen können (Kälte, Wind), laufend aus. Wird der Zug im Schornstein zu hoch, öffnet die Pendelklappe und es strömt Luft aus dem Heizraum in den Schornstein. Der Unterdruck (Kaminzug) am Heizkessel bleibt somit konstant, dadurch wird eine optimale Verbrennung ermöglich. Auch im Stillstand öffnet die Pendelklappe, durchlüftet den Schornstein und hält so die Wärme im Heizkessel. Durch die permanente Schornsteinbelüftung wird zusätzlich eine Versottung im Schornstein vermieden..

 
 

Betriebnahme

Raumlüftung
Betriebstemperatur
Rauchentwicklung

Der Einbrennlack auf dem Gerät wird erst nach mindestens 1 Stunde Aufheizen auf Betriebstemperatur und anschließendem Abkühlen fest. In der Aufheizphase wird der Lack zunächst weich und ist deshalb besonders empfindlich für Beschädigungen – zum Beispiel unter dem Türgriff beim Öffnen der Türe mit dem Bedienhandschuh. Wir empfehlen deshalb, den Ofen bei der ersten Inbetriebnahme so zu befüllen, dass die Tür zum Nachlegen nicht geöffnet werden muss.
Bitte beachten: Beim ersten Anheizen führen Lackausgasungen an Ofen und Rauchrohr zu Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung:

  • Öffnen Sie deshalb Fenster und Türen und sorgen Sie für gute Raumbelüftung!
  • Halten Sie sich während dieses Vorgangs nicht unnötig im Aufstellraum auf, um Gesundheitsbeeinträchtigungen zu vermeiden.
  • Heizen Sie mindestens 1 Stunde lang bei maximaler Belastungstemperatur (gemäß Betriebsanleitung). Sollte beim ersten Heizvorgang die maximale Temperatur nicht erreicht werden, kann es unter Umständen auch später noch zu den genannten Lackausgasungen kommen.
 
 

Heizen

aber richtig

Das richtige Heizen mit einem Kaminofen will gelernt sein.
Anzünden mit oberem Abbrand.
Die Drosselklappe im Ofenrohr kann geschlossen werden.

Die Einflüsse auf das Brennverhalten:

Einflussgröße Effekt Verbrennungstemperatur
Weichholz (Fichte, Tanne, Kiefer, Weide etc.) geringere Dichte größere Oberfläche höher
Hartholz (Eiche, Buche) höhere Dichte niedriger
Holzfeuchte hoch Wasser muss verdampft werden niedriger
Holz klein gehackt größere Oberfläche höher
große Holzmenge mehr Heizenergie höher
Primärluft auf Luftüberschuss in der Glut höher
Sekundärluft auf Luftüberschuss in der Flamme höher
Drosselklappe auf keine Zugbegrenzung höher
hoher Schornstein höherer Zug höher
Edelstahlschornstein glatte Oberfläche großer Zug höher
gemauerter Schornstein innen rau geringerer Zug niedriger Verbrennungstemperatur

Einflussgrößen für die Verbrennungstemperatur:
Sichtscheibe verrußt komplett - zu niedrige Verbrennungstemperatur
Vermiculite-Auskleidung verrußt - zu niedrig Verbrennungstemperatur
Qualmbildung über Flammenende - zu niedrig Verbrennungstemperatur
Verzunderungen an Metallteilen - zu hoch Verbrennungstemperatur

 
 

Fehlersuche

Beim Anzünden des kalten Kaminofen stauen sich die Rauchgase und gelangen teilweise in den Aufstellungsraum späterer Abbrand ist in Ordnung
Schornsteinzug bei kaltem Gerät zu gering (je höher die Abgastemperatur, um so größer der Förderdruck) möglichst viel Anmachholz verwenden, um eine kurzfristige hohe Abgastemperatur zu erzeugen Anlaufstrecke (vertikales Ofenrohr) installieren Schornstein berechnen lassen und ggf. optimieren.
Feuer brennt nicht richtig, Scheibe verrußt langsam
zu wenig Holz aufgelegt, Brennstoffmenge erhöhen, Brennstoffmenge entsprechend der Bedienungsanleitung wählen.
Holzscheite zu dick oder zu kurz, unterarmdicke 33-Zentimeter-Scheite und mehr Späne beim Anzünden auflegen, Holzscheite kleiner hacken.
Holzfeuchte zu hoch, Probebetrieb mit Kaminholz aus dem Baumarkt Holz mind. 2 Jahre an luftigem, trockenem Ort lagern.
Schieber und Drosselklappe nicht richtig geöffnet, Schieberstellungen ändern, in Bedienungsanleitung lesen welcher Schieber wie öffnet, Familienmitglieder “schulen”, eventuell Schieber beschriften
Kaminzug zu gering, Kaminzug messen lassen, Schornstein berechnen lassen und ggf. optimieren
Rußablagerungen im Ofenrohr
Hat sich in den letzten Wochen der Zug immer mehr verschlechtert? regelmäßig reinigen, möglichst keine waagerechten Rauchrohre verlegen
Ofen pfeift oder Feuer brennt zu schnell ab
Kaminzug zu hoch probeweise die Schornstein-Revisionsklappe im Keller öffnen, um Zug zu verringern Drosselklappe einbauen wenn möglich Nebenluftvorrichtung vorsehen
Türdichtung defekt Dichtung auf Beschädigung überprüfen Dichtung erneuern.

 
 

Begriffe

Wissenswertes

Primärluft

Verbrennungsluft, die dem Brennraum von unten durch den Ascherost zugeführt wird. Primärluft wird vor allem während der Anzündphase und beim Verbrennen von Braunkohlebriketts benötigt.

Raumheizvermögen

Als Faustregel gilt, dass pro Kilowatt Nennwärmeleistung etwa 15 bis 20 Kubikmeter Wohnraum beheizt werden können.
Kaminöfen sollten für den jeweiligen Aufstellraum keinesfalls überdimen­sioniert ausgewählt werden. Denn überdimensionierte Öfen müssen ständig gedrosselt werden und können deshalb nicht optimal ausbrennen. Als Folge beschlägt die Sichtscheibe und es besteht die Gefahr, dass die rauchgasführenden Teile durch kondensierende Rauchgase verteeren.

Reinigen der Sichtscheibe

Ein häufiges Problem bei Kaminöfen und bei Kaminen mit Glastüren ist die Kondensation der Abgase an der (relativ) kalten Scheibe. Folge: Die innere Oberfläche schwärzt.
Regeln:
Legen Sie das Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand.
Legen Sie die Holzscheite immer quer in den Ofen und niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (an den Stirnseiten tritt das meiste Holzgas aus).
Für die Reinigung verschmutzter Scheiben verwenden Sie entweder Spezialreinigungsmittel oder ein in Asche getauchtes feuch­tes Tuch. Das stoneCare Pflegeset enthält ein spezielles, besonders wirksames Reinigungsmittel für die Sichtscheibe.
Besonders hartnäckige oder dicke Teerschichten können Sie mit einem Ceranfeld-Reiniger (Rasierklinge) abkratzen. Vermeiden Sie scharfe chemische Reinigungsmittel: Diese können beim Einsprühen heruntertropfen und entweder an der Lackierung des Ofenmantels oder in den Fliesenfugen hässliche Spuren hinterlassen.

Sekundärluft

Verbrennungsluft, die dem Brennraum im Flammenbereich zugeführt wird. Die Sekundärluft wird meist so in den Brennraum geleitet, dass sie als Scheibenspülung dient.

Scheibenspülung

Die Sekundärluft wird oft als so genannte Scheibenspülung von oben an der Sichtscheibe entlang zur Feuerstelle im Ofen geführt. Dies hat den Vorteil, dass die Luft an der Sichtscheibe durch Strahlungswärme aufgeheizt wird und gleichzeitig einen Luftschleier zwischen Scheibe und Abgasen bildet: Dadurch wird die Kondensation von Verbrennungsgasen an der Sichtscheibe (Rußbildung!) verhindert. Außerdem kommt es durch die entgegen der Abgasströmung gerichte­te Luftführung zu Verwirbelungen zwischen Brenngas (aus dem Holz) und Verbrennungsluft, was sich positiv auf die Vermischung der beiden Reaktionspartner auswirkt.
Verbrennung.

Verbrennung

Die Verbrennung von Holz ist ein komplexer Vorgang, der in mehreren Stufen abläuft. Holz vergast zunächst und wird dabei als gasförmiger Brennstoff verbrannt. Erst die übrig bleibende Holzkohle ist ein fester Brennstoff.
Folgende Faktoren sorgen für einen optimalen Abbrand:
hohe Verbrennungstemperatur
gute Vermischung von Verbrennungsluft und Brenngasen
lange Verweildauer im Brennraum
genaue Abstimmung der zugeführten Verbrennungsluft

Verbrennungsluftführung im Ofen

Zur Verbrennung wird Sauerstoff benötigt. Dieser wird mit der Verbrennungsluft zugeführt.
Die jeweils optimale Luftmenge ist abhängig vom Gerät, von Art und Menge des Brennstoffs und von der momentanen Abbrandphase. Der Schornsteinzug der Anlage (auch Förderdruck genannt) beeinflusst die eingebrachte Luftmenge zusätzlich.
Über die Einstellung der Luftschieber muss deshalb dafür gesorgt werden, dass zu jedem Zeitpunkt die für die Verbrennung optimale Luftmenge zur Verfügung steht!
 
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